| EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, Französisch-Guyana, der Nordostzipfel Südamerikas, ist mit 90 000 Quadratkilometern das kleinste Land des Kontinents. Und obwohl das französische Übersee-Departement etwas grösser als Österreich ist, zählt es nur etwa 174 000 Einwohner. «artundreise» machte sich auf, dieses vom Tourismus weitgehend unentdeckte Land zu erkunden und war fasziniert von der Vielfalt der Natur. Bei Ausflügen in den Dschungel entdeckt man handtellergrossen Spinnen, Schlangen in buntgrellen Farben und Frösche, die des Nachts ein riesiges Spektakel veranstalteten. In den Bäumen hängen Faultiere und durch die Lüfte segeln farbenfrohe Papageien. Doch nicht nur die Natur fasziniert in diesem kleinen Land, auch ein Ausflug auf die Teufelsinsel auf den Spuren von Henri Charrière und seinem Roman Papillon versetzt in eine andere Zeit. Die Nutzung der Insel als Strafkolonie für verurteilte Schwer- und Berufskriminelle zwischen 1852 und 1946 machte sie zur bekanntesten der Îles du Salut. Noch heute sind hier Überreste der alten Zellenanlagen zu besichtigen, von der die Natur langsam aber sicher wieder Besitz ergreift. Freunde der Fotografie kommen hier voll auf ihre Kosten, denn überall lauern perfekte Motive von halbverfallenen Gefängniszellen, umfangen von grossen Baumwurzeln und Lianen. Dieses kleineLand stellt sicherlich eines der letzten grossen Abenteuer der Welt dar, in welchem Naturfreunde voll auf ihre Kosten kommen. Ein ganz anderes Abenteuer ist Kairo, die Hauptstadt Ägyptens. Besonders das Überqueren der Strassen birgt einige Schwierigkeiten und Gefahren in sich. Hier hängt man sich am besten an die Fersen eines Ägypters, denn Touristen sind mit dem Verkehrschaos völlig überfordert. Wie Sie dennoch in kurzer Zeit die wichtigsten Highlights und Geheimtipps erkunden können und wo sich die schönsten Ruheoasen in dieser hektischen Stadt befinden können Sie im vorliegenden «artundreise» nachlesen. Zudem entführen wir Sie ins märchenhafte Udaipur in Indien und stellen Ihnen einen Palast aus 1001 Nacht vor. Wer sich einmal in seinem Leben wie ein Maharana fühlen möchte, sollte einige Nächte hier residieren.
Ich wünsche Ihnen einen traumhaften Sommer und hoffe, dass Sie durch die Lektüre unseres Magazins einige Anregungen für Ihre nächsten Ferien finden.
Yvonne Beck |
| FRANZÖSISCH GUYANA
Das letzte grosse Abendteuer |
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